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In die­ser Pra­xis wird sehr erfolg­reich die moder­ne, lösungs­ori­en­tier­te Selbst­or­ga­ni­sa­to­ri­sche Hyp­no­se™ (nach G. Ren­artz) durch­ge­führt. Es han­delt sich dabei um ein hoch wirk­sa­mes The­ra­pie­ver­fah­ren. Sie ist eine Weiter­ent­wicklung der klas­si­schen Hyp­no­se und Hyp­no­the­ra­pie nach M. Erick­son und basiert auf moderns­ten wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­sen der Medi­zin, der Neu­ro­psy­cho­lo­gie u.a.

Die Selbst­or­ga­ni­sa­to­ri­schen Hyp­no­se bil­det den Rah­men für ande­re bewähr­te Kon­zep­te: Die Systemische‑, Psychodynamische‑, Ego-sta­te- und Gestalt­the­ra­pie sowie Ele­men­te der Ver­hal­tens­the­ra­pie wer­den für die­se Hyp­no­the­ra­pie mit genutzt.

Das Beson­de­re an Selbst­or­ga­ni­sa­to­ri­scher Hyp­no­se ist, dass der Klient/​Patient sei­ne guten Lösun­gen ausschließ­lich selbst fin­det, durch Intui­ti­on und mit­hil­fe des eige­nen Unbe­wuss­tens. Das bedeu­tet, dass sich der The­ra­peut inhalt­lich nicht ein­mischt! Er beglei­tet eher wie ein guter Coach den Klienten/​Patienten und ermög­licht es die­sem, zu den Wur­zeln sei­ner Pro­ble­me (Krank­heits­sym­pto­me) zu gelangen.

Dadurch erfolgt nicht nur für den Betref­fen­den Hei­lung, son­dern die Lösun­gen kön­nen auch von dem umge­be­nen Sys­tem (wie Fami­lie, Arbeits­platz etc.) ange­nom­men und akzep­tiert wer­den. Das bedeu­tet, die Bezie­hun­gen zum Partner/​zur Umwelt ver­bes­sern sich!

Durch den Ansatz der Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on ist die­se Hyp­no­se-Metho­de äußerst effek­tiv und führt je nach Anwen­dungs­ge­biet in einem hohen Pro­zent­satz zu einer ech­ten Hei­lung bzw. mög­lichst opti­ma­len Lösung. Es han­delt sich um eine Kurzzeittherapie.

Selbst­or­ga­ni­sa­to­ri­sche Hyp­no­se ist ange­zeigt bei:

Schmer­zen, auch chro­ni­schen Schmer­zen
Ängs­ten (z.B. Prü­fungs- und Ver­sa­gens­angst; Flug‑, Sozial‑, Zahn­arzt-Pho­bie)
Psy­cho­so­ma­ti­schen und stress­be­ding­ten Sym­pto­men (wie mus­ku­lä­re Ver­span­nun­gen, Reiz­darm, Schwin­del, Tin­ni­tus, Schlaf­stö­run­gen etc)
Bur­nout Syn­drom
Konzentrations‑, Moti­va­tions- und Ent­schei­dungs­schwie­rig­kei­ten
Stö­run­gen des Immun­sys­tems (Psy­cho­im­mu­no­lo­gie)
Zur Unter­stüt­zung bei chro­ni­schen Erkran­kun­gen
In Psy­cho­lo­gi­scher Bera­tung & Gesundheitscoaching

Häu­fig gestell­te Fra­gen zur Selbst­or­ga­ni­sa­to­ri­schen Hyp­no­se, klick hier.

Wenn Men­schen unter (chro­ni­schem) Schmerz, wie bei Migrä­ne und Kopf‑, Nacken und Rücken‑, Mus­kel- und Glie­der­schmerz etc. lei­den, so bestimmt die­ser meist das gesam­te Füh­len, Den­ken und Han­deln, bin­det die gesam­te Kon­zen­tra­ti­on und beein­flusst qua­si alle Lebens­be­rei­che. Schmerz ist ein hoher Stressfaktor.

Chro­ni­scher Schmerz wird heu­te nicht mehr als allein kör­per­lich ver­ur­sacht ange­se­hen. Stress- und span­nungs­be­ding­te Fak­to­ren durch Ein­flüs­se aus Umwelt, sozia­len Bezie­hun­gen und aus dem emo­tio­na­len Erle­ben des Ein­zel­nen haben gro­ße Aus­wir­kun­gen auf des­sen Schmerz­wahr­neh­mung. Schmer­zen spürt man kör­per­lich und see­lisch, denn das kör­per­li­che Emp­fin­den bekommt immer auch eine emo­tio­na­le Bedeutung.

Die Psy­cho­lo­gi­sche Schmerz­the­ra­pie ver­sucht Gedan­ken, Emo­tio­nen, das Ver­hal­ten und Kon­flik­te beim Schmerz­ge­sche­hen güns­tig zu beein­flus­sen, sodass eine Schmerz­re­duk­ti­on und ‑kon­trol­le wie­der mög­lich wird. Sie bün­delt meh­re­re the­ra­peu­ti­sche Ansät­ze, wie z.B. Ver­hal­tens­the­ra­pie, Acht­sam­keits­trai­ning, Ent­span­nungs­tech­ni­ken, Men­ta­le Steuerung.

Typi­sche Schmer­zaus­lö­ser und ‑mus­ter sol­len erkannt und qua­si wie­der ver­lernt wer­den. Durch Kon­zen­tra­ti­on und Acht­sam­keit wer­den Schmer­zen in ihrer beson­de­ren Qua­li­tät wahr­ge­nom­men, aus­lö­sen­de oder ver­stär­ken­de Stress­fak­to­ren wer­den erfah­ren und kön­nen ver­ar­bei­tet wer­den. Durch Ent­span­nungs­ver­fah­ren und Bewe­gung las­sen sich kör­per­li­che wie emo­tio­na­le Span­nun­gen redu­zie­ren, sowie ein Aus­gleich zu Schmer­zen schaf­fen. Ände­run­gen in Denk- und Ver­hal­tens­sti­len kön­nen erlernt wer­den, um Schmerz zu redu­zie­ren und ver­blei­ben­de Schmer­zen güns­ti­ger anzunehmen.

Eine inte­gra­tiv-ori­en­tier­te Psy­cho­lo­gi­sche Schmerz­the­ra­pie berück­sich­tigt also Kör­per, Emo­ti­on, Gedan­ken und Han­deln eines Betrof­fe­nen. In die­ser Pra­xis wird sie dar­über hin­aus um die ver­hal­tens­the­ra­peu­ti­sche Bio­feed­back­me­tho­de erweitert.

Ziel ist es, Ihnen eine indi­vi­du­el­le und vor allem ganz­heit­lich ori­en­tier­te Behand­lung bei Schmer­zen, psy­cho­so­ma­ti­schen und stress­be­ding­ten Beschwer­den anzu­bie­ten. Die natür­li­chen Stär­ken und Selbst­hei­lungs­me­cha­nis­men des eige­nen Kör­pers sol­len dabei genutzt und gestärkt werden.

Für wen kann eine psy­cho­lo­gi­sche Schmerz­the­ra­pie sinn­voll sein?

Für Men­schen mit immer wie­der­keh­ren­den Schmer­zen.
Für Men­schen, die neben der medi­zi­nisch-phar­ma­ko­lo­gi­schen The­ra­pie Ergän­zun­gen suchen, die „kei­ne Neben­wir­kun­gen“ haben.
Für Men­schen, die Ver­ant­wor­tung für ihre Behand­lung über­neh­men wol­len.
Für Men­schen, die ihre Schmer­zen als psy­cho­lo­gisch (mit)bedingt anse­hen.
Für Men­schen, die Schmer­zen als hohe Stress­be­las­tung erleben.

Ziel ist es die Schmer­zen zu redu­zie­ren und das Schmerz­lei­den zu ver­rin­gern – oder wenn psy­cho­ge­ne Ursa­chen bekannt sind, die­se zu erken­nen und auf­zu­lö­sen. Es lässt sich ler­nen, Schmer­zen bes­ser zu ver­ar­bei­ten, sie bewuss­ter aus dem „Denk-Fühl- und Ver­hal­tens-Mit­tel­punkt“ zu ver­schie­ben und die Schmerz­er­war­tungs­angst abzu­bau­en. Das erhöht deut­lich die Lebensqualität.

Buch Schmer­zen ver­ler­nen kann Ihnen wei­te­re wert­vol­le Infor­ma­tio­nen dazu bieten:

Jut­ta Rich­ter: Schmer­zen ver­ler­nen. Die erfolg­rei­chen Tech­ni­ken der psy­cho­lo­gi­schen Schmerz­be­wäl­ti­gung. Sprin­ger Medi­zin Ver­lag, 2021

In die­ser Pra­xis wird erfolg­reich die Bio­feed­back-The­ra­pie durch­ge­führt. Was ist mit die­ser Metho­de gemeint, die in den Medi­en und For­schungs­er­geb­nis­sen durch gro­ße Erfolgs­quo­ten her­vor­ge­ho­ben wird? Rich­tig ist, dass die Bio­feed­back-Metho­de heu­te zu einer der effi­zi­en­tes­ten psy­cho­lo­gi­schen Ver­fah­ren zur Reduk­ti­on von Schmerz und stress­be­ding­ten Stö­run­gen gezählt wird.

Was genau ist Bio­feed­back? Bio­feed­back bedeu­tet die Wahr­neh­mung, Auf­zeich­nung und sofor­ti­ge Rück­mel­dung der eige­nen Kör­per­funk­tio­nen, die ursprüng­lich nicht bewusst wahr­ge­nom­men wer­den. Das sind zum Bei­spiel: die Durch­blu­tung, der Puls, die Atmung, Mus­kel­span­nun­gen, Hor­mon­steue­rung, der Blut­druck bis hin zu bestimm­ten Hirn­wel­len als Aus­druck von Hirnaktivitäten.

Die­se bio­lo­gi­schen Funk­tio­nen wer­den in der Bio­feed­back-The­ra­pie durch den Ein­satz von Mess­ge­rä­ten in opti­sche oder akus­ti­sche Signa­le über­setzt. Dazu wer­den Ihnen als Anwen­der bestimm­te Sen­so­ren ange­legt und Sie kön­nen den Ver­lauf Ihrer Körper­si­gna­le als Rück­mel­dung direkt am Com­pu­ter-Bild­schirm verfolgen.

Man kann ler­nen, die­se Abläu­fe im Kör­per selbst zu regu­lie­ren. Selbst die Pro­zes­se, die z.B. im Stress- und Schmerz­ge­sche­hen eine gro­ße Rol­le spie­len (Aus­schüt­tung von Stress­hor­mo­nen, Puls­an­stieg etc.) kön­nen ganz gezielt zum Posi­ti­ven ver­än­dert wer­den. Dabei hel­fen Ent­span­nungs­tech­ni­ken, Kör­per­übun­gen, Acht­sam­keit und Men­tal­trai­ning. Man könn­te sagen, dass Bio­feed­back hilft, die „See­le über den Kör­per“ zu beein­flus­sen. Und dar­über hin­aus wird der Kör­per durch aus­ge­gli­che­ne Funk­tio­nen gestärkt!

Nach eini­gen Durch­läu­fen ist man dann in der Lage, sei­ne Auf­merk­sam­keit so zu len­ken, dass es auch im All­tag, d.h. ohne das Mess­ge­rät, gelingt, die Kör­per­re­ak­tio­nen zu regu­lie­ren. Der Schmerz, die Span­nung oder der Blut­druck blei­ben reduziert.

Anwen­dungs­ge­bie­te: Bio­feed­back hat sich wis­sen­schaft­lich bewährt in der Schmerz­be­hand­lung, Migräne­pro­phylaxe, Ent­span­nung, Abbau und Desen­si­bi­li­sie­rung bei Tin­ni­tus, Schwin­del, Asth­ma, Burn-out-Pro­phy­la­xe, Regu­lie­rung von Blut­hoch­druck und ande­ren Herz-Kreislaufbeschwerden.

Wir ver­fü­gen in die­ser Pra­xis über das moder­ne BIOLIFE SOFT­med Bio­feed­back­sys­tem von INSIGHT INSTRUMENTS.

Bei der Ener­ge­ti­schen Psy­cho­lo­gie han­delt es sich eigent­lich um einen Sam­mel­be­griff für Metho­den, die alle­samt auf dem Ener­gie­sys­tem des Men­schen basie­ren, das in der tra­di­tio­nel­len chi­ne­si­schen Medi­zin (TCM) schon seit vie­len Jah­ren als Meri­di­an­leh­re beschrie­ben wird.

In den 80er Jah­ren erar­bei­te­te Dr. Roger Cal­la­han auf die­ser Grund­la­ge und in Kom­bi­na­ti­on mit Erkennt­nis­sen aus der Kine­sio­lo­gie die Basis der sich seit­dem schnell ent­wi­ckeln­den ener­ge­ti­schen Psychologie.

Bei allen Kon­zep­ten wird davon aus­ge­gan­gen, dass nega­ti­ve Erleb­nis­se und Trau­ma­ta eine ener­ge­ti­sche Blo­cka­de in unse­rem kör­per­ei­ge­nen Ener­gie­sys­tem bewirken.

Die­se wie­der­um löst nega­ti­ve Gefüh­le oder Schmer­zen aus. Die TCM geht davon aus, dass jeder Gedan­ke in unse­rem Kör­per phy­sio­lo­gi­sche Pro­zes­se in Gang setzt und Belas­tun­gen, nega­ti­ve Gedan­ken und Gefüh­le zu einer Unter­bre­chung des Ener­gie­flus­ses führt. Über vie­le Wie­der­ho­lun­gen kommt es dann zur Somatisierung.

Durch leich­tes Klop­fen, Drü­cken oder Nadeln (wie in der Aku­punk­tur) ver­schie­de­ner Meri­dian­punk­te ‑und dies in Ver­bin­dung mit dem belas­ten­den Gedan­ken- wird die Unter­bre­chung im Ener­gie­fluss schnell und effek­tiv auf­ge­löst. Die Erin­ne­rung an das Erleb­nis bleibt erhal­ten, doch die anhaf­ten­den nega­ti­ven Gefüh­le bzw. Schmer­zen lösen sich auf.

Emo­tio­nal Free­dom Tech­ni­ques (EFT) ist eine von Gary Craig ent­wi­ckel­te, ins­be­son­de­re auch zur Selbst­an­wen­dung geeig­ne­te Form der ursprüng­li­chen Thought Field The­ra­py (TFT) nach Dr. Roger Cal­la­han. Sie fin­det bei Schmer­zen, Ängs­ten, Stress, Erschöp­fung, Blo­cka­den und belas­ten­den Glau­bens­sät­zen ihre Anwen­dung. Die Anwen­dung der Metho­den ist ein­fach zu erler­nen und kann gut zur Selbst­hil­fe ver­mit­telt werden.

Emo­tio­nen beein­flus­sen unser Den­ken, unser Han­deln und unse­re Bezie­hun­gen. Emo­tio­na­le Blo­cka­den bewir­ken, dass wir uns unwohl, unmo­ti­viert und erschöpft füh­len. Chro­ni­sche Schmer­zen und Funk­ti­ons­stö­run­gen kön­nen die Fol­ge sein. Oft geht es um alte Erfah­run­gen und Erin­ne­run­gen, die nicht ver­ar­bei­tet wer­den konn­ten. Sol­che blo­ckier­ten, oft unbe­wuss­ten Emo­tio­nen zu erken­nen, zu bear­bei­ten und schließ­lich zu lösen ist Auf­ga­be die­ser psy­cho-ener­ge­ti­schen Arbeit.

Brain­spot­ting (BSP) (brain = Gehirn, spot­ting = etwas aus­fin­dig machen), 2003 von D. Grand ent­wi­ckelt, ist eine Metho­de zur Ver­ar­bei­tung von Trau­ma und Trau­ma­fol­ge­stö­run­gen (Post­trau­ma­ti­sche Belas­tungs­stö­rung, PTBS).

Brain­spot­ting geht davon aus, dass z. T. unbe­wuss­te, aber belas­ten­de Gedächt­nis­in­hal­te (Erin­ne­run­gen, emo­tio­na­le Erfah­run­gen) über gerich­te­te, gehal­te­ne Blick­rich­tung der Augen ganz gezielt akti­viert, bewusst gemacht und neu ver­ar­bei­tet wer­den kön­nen. Das mit der Augen­po­si­ti­on ein­her­ge­hen­de Mus­ter der Hirn­ak­ti­vi­tät wird als Brain­spot bezeichnet.

Die prak­ti­sche Durch­füh­rung knüpft an die Tra­di­tio­nen von EMDR (Eye Move­ment Desen­si­tiz­a­ti­on and Repro­ces­sing) an. EMDR unter­stützt die psy­cho­lo­gi­sche und neu­ro­na­le Ver­ar­bei­tung durch Augenbewe­gun­gen, Brain­spot­ting hin­ge­gen sucht die geeig­ne­te Augen­stel­lung des Kli­en­ten und regt durch Blickfixie­rung die Selbst­hei­lung an.

BSP arbei­tet intui­tiv, immer auch lösungs- und res­sour­cen­ori­en­tiert. Es wird im Ver­ar­bei­tungs­pro­zess zwi­schen posi­ti­ven Zustän­den (Res­sour­cen) und der Akti­vie­rung der erleb­ten Belas­tung gepen­delt, um so zur Affekt­re­gu­la­ti­on und zu trag­fä­hi­gen Lösun­gen zu kommen.

Auf der Grund­la­ge einer kli­en­t­zen­trier­ten Bezie­hung und dem indi­vi­du­el­len Fokus der Auf­merk­sam­keit soll das Zen­tra­le Ner­ven­sys­tem in die Lage ver­setzt wer­den sich selbst zu „repa­rie­ren“ und orga­ni­sie­ren, selbst post­trau­ma­ti­schen Stö­run­gen (Gewalt­er­fah­run­gen, lebens­be­droh­li­che Erleb­nis­se etc.) zu verarbeiten.

Die Erfah­rung der Selbst­re­gu­la­ti­on –und zwar in extrem kur­zer The­ra­pie­zeit- kann durch zahl­rei­che posi­ti­ve Ergeb­nis­se in die­ser Pra­xis nur bestä­tigt werden!

 

Dazu aus Wiki­pe­dia 21.10.2015:

„Hil­de­brand et al.(2015) konn­ten in Vor­stu­di­en zur Wirk­sam­keit von Brain­spot­ting zei­gen, dass für alle drei Berei­che der PTBS-Sym­pto­ma­tik (Wie­der­erle­ben, Ver­mei­dung, Hyper­arou­sal) Brain­spot­ting zu einer signi­fi­kan­te Ver­bes­se­rung zwi­schen der Prä- zum Post­mes­sung führt. Auch die Wer­te für Angst und Depres­si­on nah­men signi­fi­kant ab. Bei über 90 % der Kli­en­ten stell­te sich nach Ein­schät­zung des The­ra­peu­ten nach drei Sit­zun­gen eine mitt­le­re bzw. signi­fi­kan­te Ver­bes­se­rung ein. Eben­so nahm nach Aus­sa­gen der Kli­en­ten der Grad der emo­tio­na­len Belas­tung von der ers­ten zur drit­ten Sit­zung signi­fi­kant ab.[ Hil­de­brand, A., Grand, D., Stemm­ler, M. (2015). Zur Wirk­sam­keit von Brain­spot­ting- ein neu­es The­ra­pie­ver­fah­ren zur Behand­lung von Post­trau­ma­ti­schen Belas­tungs­stö­run­gen. Trau­ma: Zeit­schrift für Psy­cho­t­rau­ma­to­lo­gie und ihre Anwen­dun­gen 13(1).“

Körper- und achtsamkeitsbasierte Therapien:

In der kör­per­ori­en­tier­ten Psy­cho­the­ra­pie wer­den die psy­chi­schen wie die kör­per­li­chen Kräf­te zusam­men gese­hen und behan­delt, unter der Annah­me, dass Psy­che und Kör­per eine untrenn­ba­re Ein­heit bil­den („Kein Kör­per ohne See­le, kei­ne See­le ohne Kör­per“). Emo­tio­nen, Erfah­run­gen, Ein­stel­lun­gen, Erin­ne­run­gen wer­den immer auch kör­per­lich erlebt und gespürt.

Unter­su­chun­gen der Neu­ro­wis­sen­schaf­ten bestä­ti­gen, dass Ler­nen und Umler­nen durch sen­so­ri­sche (kör­per­lich emp­fun­de­nes Erle­ben) wie emo­tio­na­le Erfah­run­gen am stärks­ten gelingen.

Wir nut­zen den Kör­per als Res­sour­ce, um nega­ti­ve Erfah­run­gen, Ein­stel­lun­gen, Blo­cka­den etc., bewusst zu machen, acht­sam im Kör­per zu spü­ren (body awa­reness), zu ver­ar­bei­ten und wie­der neu zu erleben.

Wo im Kör­per zeigt sich das Pro­blem? Wo gibt es „wohl­tu­en­de“ Kör­per­stel­len? Gibt es einen Selbst­hei­lungs­ver­such? Wie kann der Kör­per mit­hel­fen, ein Pro­blem zu lösen – durch bestimm­te Bewe­gun­gen oder ande­re Kör­per­er­fah­run­gen? Wie fühlt sich die Erleich­te­rung, Ent­span­nung, Lösung an – und wie kann sie in den All­tag inte­griert werden?

Focu­sing ist eine Form der acht­sam­keits- und kör­per­ori­en­tier­ten The­ra­pie nach Euge­ne T. Gend­lin, als eine Wei­ter­ent­wick­lung der Kli­en­t­zen­trier­ten The­ra­pie nach Carl Rogers.

Focu­sing als Pro­zess oder The­ra­pie geschieht zunächst im Kör­per, d.h. wird in gro­ßer Acht­sam­keit kör­per-sinn­lich erspürt. Focus­sing beschreibt den Pro­zess der Wahr­neh­mung, der Auf­ö­sung von Pro­ble­men und Ent­wick­lung neu­er Perspektiven.

Auf der Ebe­ne des sog. Felt Sen­se (gefühl­te Besonderheit/​das Wesent­li­che eines The­mas oder Pro­blems) ent­wi­ckeln sich impli­zi­te, zunächst unkla­re, nur kör­per­lich spür­ba­re Aspek­te, die noch nicht vom Bewusst­sein erfasst wer­den konn­ten. Die­ses kör­per­lich-sinn­lich Spür­ba­re kann dann bewusst und Ver­än­de­run­gen zugäng­lich gemacht wer­den. Nach Gend­lin steht vor jeg­li­cher kla­rer, bewuss­ter Wahr­neh­mung immer erst eine kör­per­li­che Reso­nanz, man ahnt und spürt sowohl das Wesent­li­che eines Pro­blems wie eben auch des­sen Lösung. Focu­sing wird als erlern­ba­res indi­vi­du­el­les, inne­res Han­deln gesehen.

Focu­sing ist erwie­se­ner­ma­ßen geeig­net um einen kon­struk­ti­ven Umgang mit Stres­so­ren zu ent­wi­ckeln und ‑in Kom­bi­na­ti­on mit ande­ren Metho­den der Pro­blem­lö­sung- den Umgang mit inne­rem Stress zu opti­mie­ren. Es ermög­licht auf der Basis von Kör­per­wahr­neh­mung, Acht­sam­keit und Sinn­haf­tig­keit zur Per­sön­lich­keits- und Selbst­ent­wick­lung zu gelangen.

Die Soma­to-Emo­tio­na­le-Ent­span­nung stellt eine Erwei­te­rung der cra­nio-sacra­len The­ra­pie dar: Auf sanf­te Wei­se wer­den im Gewe­be gespei­cher­te Infor­ma­tio­nen – z.B. von psy­chi­schen oder phy­si­schen trau­ma­ti­schen Erfah­run­gen, die noch heu­te die Lebens­qua­li­tät beein­träch­ti­gen – acht­sam frei­ge­setzt. Damit ver­bun­de­ne Erin­ne­run­gen und tief emp­fun­de­ne Gefüh­le wer­den so sanft gelöst. Denn aus der moder­nen For­schung wis­sen wir inzwi­schen, dass auch unser psy­chi­sches Erle­ben unmit­tel­bar an Stoff­wech­sel­vor­gän­ge gekop­pelt ist. So haben unse­re Gedan­ken und Emo­tio­nen eine Reso­nanz auf der Kör­per­ebe­ne und hin­ter­las­sen ihre Spu­ren im Kör­per­ge­we­be. Wir nen­nen die­se Spei­che­rung „Gewe­beer­in­ne­rung“ oder „Kör­per­ge­dächt­nis“.

Die Soma­to-Emo­tio­na­le Ent­span­nung soll hier einen – tie­fen aber sanf­ten – Ent­wick­lungs­pro­zess ein­lei­ten, sodass die eige­nen Selbst­hei­lungs­kräf­te wie­der nach­hal­tig wir­ken können.

Entspannungsverfahren:

Die Pro­gres­si­ve Mus­kel­ent­span­nung (PME) wur­de im Jah­re 1938 von dem Psy­cho­lo­gen Edmund Jacob­son in Ame­ri­ka ent­wi­ckelt. In den 60er Jah­ren kam die­ses Ent­span­nungs­ver­fah­ren nach Deutsch­land. Sie ist die wohl bekann­tes­te und best­un­ter­such­te Ent­span­nungs­tech­nik zur Ver­min­de­rung und Prä­ven­ti­on von Stress. Sie ist ein­fach zu erler­nen und wirkt oft schon nach der ers­ten Anwen­dung posi­tiv auf Kör­per und Geist.

Das Prin­zip der Pro­gres­si­ven Mus­kel­ent­span­nung ist ein­fach. Ver­schie­de­ne Mus­kel­par­tien wer­den zunächst ange­spannt – wahr­ge­nom­men – und nach kur­zer Zeit wie­der los­ge­las­sen. Die Kon­zen­tra­ti­on wird dann auf den Wech­sel zwi­schen An- und Ent­span­nung gerich­tet. Die dabei ein­tre­ten­de tie­fe Ent­span­nung kann sehr inten­siv sein und sich auf den gesam­ten Kör­per ausdehnen.

Ziel ist es, den sog. Mus­kel­sinn wie­der zu erlan­gen, d.h. eine ange­mes­se­ne Mus­kel­span­nung in die all­täg­li­che Kör­per­hal­tung und –bewe­gung zu inte­grie­ren. Und man kann ler­nen, in Stress­si­tua­tio­nen will­kür­lich eine mus­ku­lä­re Ent­span­nung her­bei­zu­füh­ren. Mus­kel­ver­span­nun­gen kön­nen gezielt auf­ge­spürt, gelöst und damit Schmerz­zu­stän­de ver­rin­gert wer­den. Dar­über hin­aus führt die Ent­span­nung zur Reduk­ti­on ande­re Zei­chen kör­per­li­cher Erre­gung, wie Herz­klop­fen, Schweiß­aus­brü­che, Errö­ten etc. und führt zu einer all­ge­mein ent­spann­ten Grund­stim­mung. Sie ist also bei allen psy­cho­so­ma­ti­schen und stress­be­ding­ten Belas­tun­gen gut einsetzbar.

Die Pro­gres­si­ve Mus­kel­ent­span­nung ist dabei sehr all­tags­taug­lich, man kann sie unter fast allen Bedin­gun­gen ein­set­zen: abends als Ein­schlaf­hil­fe, in Angst­si­tua­tio­nen, in Büro oder Schu­le, bei Prü­fungs­si­tua­tio­nen, im Flug­zeug, wäh­rend einer kur­zen Pau­se etc.

Hier­bei geht es um die Ent­span­nung durch men­ta­le (gedank­li­che) Kon­zen­tra­ti­on. Bei der kon­zen­tra­ti­ven Ent­span­nung wird das ange­neh­me Gefühl von Mus­kel­ent­span­nung, Wär­me und Schwe­re durch Acht­sam­keit und bewuss­te Wahr­neh­mung auf bestimm­te Kör­per­be­rei­che her­vor geru­fen, indem man sich in ein­zel­ne Kör­per­tei­le hin­ein­denkt und sie erspürt.

Anwen­dung fin­det sie z.B. bei: Stress bis hin zum Bur­nout-Syn­drom, Ängs­ten und Pho­bien, Span­nungs­kopf­schmerz, Migrä­ne, Tin­ni­tus, Reiz­bla­se, Schlaf­stö­run­gen, Blut­hoch­druck, Kon­zen­tra­ti­ons­stö­run­gen, Asth­ma, Stot­tern, Über­ge­wicht, Magen­pro­ble­men etc. Sie ist also ange­zeigt bei allen vege­ta­ti­ven und psy­cho­so­ma­ti­schen Sym­pto­men. Wenn Sie unsi­cher sind, fra­gen Sie Ihren Arzt, bevor Sie mit der Ent­span­nung beginnen.

Die kon­zen­tra­ti­ve Ent­span­nung kann nicht nur zum Stress­ab­bau ein­ge­setzt wer­den, son­dern wird auch genutzt, um sei­ne Kör­per­wahr­neh­mung zu schär­fen. Kör­per­ab­läu­fe (z.B. Puls­sen­kung, Durch­blu­tungs­stei­ge­rung in Hän­den und Füßen) und die all­ge­mei­ne Grund­stim­mung wer­den posi­tiv beein­flusst. Die psy­cho­phy­si­sche Belas­tungs­gren­ze wird erhöht, Stress bes­ser ver­ar­bei­tet und so das Wohl­be­fin­den gestärkt.

Hyp­no­se in der Ver­hal­tens­the­ra­pie wird zur Ent­span­nung, zur Schmerz­kon­trol­le, zur Stress­re­duk­ti­on, zur ver­än­der­ten Schmerz-/Angst-/ Pro­blem­wahr­neh­mung und zur Stär­kung wei­te­rer ver­hal­tens­the­ra­peu­ti­scher Inter­ven­tio­nen ein­ge­setzt. Stu­di­en bele­gen eine hohe Wirksamkeit.

Wie in allen Hyp­no­se­tech­ni­ken kann durch Dis­so­zia­ti­on qua­si eine gefühls­mä­ßi­ge Tren­nung zwi­schen dem (z.B. schmer­zen­den) Kör­per und dem posi­ti­ven geis­ti­gen Erle­ben statt­fin­den, man „spürt“ dann sei­nen Schmerz, sein Lei­den, sei­ne Angst o.ä. nicht mehr. Das wird als sehr befrei­end emp­fun­den. Dadurch, dass dies ohne Medi­ka­men­te, son­dern durch eige­ne Vor­stel­lung mög­lich ist, wird die Selbst­wirk­sam­keit erhöht: Man fühlt sich wie­der in der Lage ver­setzt, sein Pro­blem selbst zu bewäl­ti­gen. Bei posi­ti­ver Wir­kung kann der Medi­ka­men­ten­kon­sum redu­ziert wer­den, die all­ge­mei­ne Stim­mung und Leis­tungs­fä­hig­keit kann steigen.

Ziel ist es, zu erler­nen, sich selbst bei Stress, auf­tre­ten­den Schmerz- oder Angst­at­ta­cken etc. auto­sug­ges­tiv in einen tief ent­span­nen­den, dis­so­zi­ier­ten Zustand zu ver­set­zen. Dies wird durch Acht­sam­keit, Fan­ta­sier­ei­sen, Ima­gi­na­tio­nen und Selbst­in­struk­tio­nen unterstützt.

Physiotherapie (mit ärztlicher Verordnung):

Die Voj­ta-The­ra­pie ist eine ganz­heit­lich ori­en­tier­te Phy­sio­the­ra­pie, sie eig­net sich zur Behand­lung von moto­ri­schen, ins­be­son­de­re neu­ro­mus­ku­lä­ren und von vege­ta­ti­ven Stö­run­gen aus dem ortho­pä­disch-chir­ur­gi­schen, neu­ro­lo­gi­schen, gynokologischen/​urologischen und inter­nis­ti­schen Bereich. Ein hoher Stel­len­wert kommt ihr in jeg­li­cher Art der Reha­bi­li­ta­ti­on zu.

Unter der The­ra­pie kommt es zu Ganz­kör­per-Bewe­gungs­mus­tern bzw. deren Bah­n­ung. Sie sind die Grund­la­ge für eine opti­ma­le Kör­per­hal­tung, für ein gelun­ge­nes Kör­per­sche­ma, für ziel­ge­rich­te­te Moto­rik und vor allem deren auto­ma­ti­sche Steue­rung. Die Voj­ta-The­ra­pie kann in vie­len Fäl­len einen güns­ti­gen Ein­fluss auf alle gestör­ten Hal­tungs- und Bewe­gungs­mus­ter nehmen.

Die Manu­al-The­ra­pie ist ein umfas­sen­des Kon­zept mit manu­el­len („mit den Hän­den durch­ge­führ­te“) Tech­ni­ken zur Behand­lung von Funk­ti­ons­stö­run­gen des Bewe­gungs­ap­pa­ra­tes. Dazu wer­den Gelen­ke mobi­li­siert (Gelenk-Blo­cka­den gelöst), Mus­keln und Neural­struk­tu­ren gedehnt und Schmerz­punk­te so behan­delt, dass es zur Schmerz­re­duk­ti­on, Ent­span­nung und Bewe­gungs­frei­heit kom­men kann. Durch geeig­ne­te Eigen­übun­gen kann zu Hau­se eigen­ver­ant­wort­lich wei­ter geübt wer­den, um gute Ergeb­nis­se zu hal­ten und Selbst­hil­fe anzu­wen­den, da, wo es nötig ist.

Die Metho­de der manu­el­len Behand­lung der Wir­bel­säu­le nach Dorn wur­de in den sieb­zi­ger Jah­ren von Die­ter Dorn nach eige­ner Schmerz­er­fah­rung ent­wi­ckelt. Dorn selbst war medi­zi­ni­scher Laie, es brauch­te sei­ne Zeit, bis die Medi­zin auf die­se Metho­de auf­merk­sam wur­de und sie ver­brei­te­te. Sie zählt zur Alter­na­tiv-Medi­zin. Wir­bel­säu­len- und ande­re Gelen­ke wer­den bei die­ser The­ra­pie manu­ell ein­ge­rich­tet und zwar in beson­ders sanf­ter Art und Wei­se. Die Behand­lung gilt Erkran­kun­gen, die direkt oder indi­rekt mit der Wir­bel­säu­le zusammenhängen.

Zie­le der The­ra­pie sind die Schmerz­re­duk­ti­on, Ver­bes­se­rung von Beweg­lich­keit, Sta­bi­li­tät und Sta­tik, Ent­span­nung der Mus­ku­la­tur im betrof­fe­nen Wir­bel­seg­ment bzw. Gelenk. Dar­über hin­aus soll es zur Ver­bes­se­rung von orga­ni­schen und vege­ta­ti­ven Fehl­funk­tio­nen kom­men. Dadurch kön­nen auch Ener­gieblo­cka­den auf­ge­löst wer­den, die Stö­run­gen unter ande­rem in psy­chi­schen Berei­chen ver­ur­sa­chen. Die­se Zusam­men­hän­ge hat Dorn qua­si als „Neben­ef­fekt“ ent­deckt. Ver­stärkt wird die­ser Effekt durch die Akti­vie­rung von Media­nen, wie bei jeder manu­el­len The­ra­pie der Wir­bel­säu­le. Die TCM kennt sol­che Funk­tio­nen schon sehr lange.

Fas­zi­en­tech­ni­ken

Fas­zi­en sind das Bin­de­ge­we­be, das jedes Organ, jede Mus­kel­struk­tur, jeden Ner­ven und sogar jede Zell­ein­heit umhüllt, sodass sie Stüt­ze, Form und Halt geben. Durch Fehl­hal­tun­gen, Stress und Bewe­gungs­man­gel ver­än­dern sich Fas­zi­en­zü­ge. Sie reagie­ren mit Restrik­tio­nen – sie ver­kle­ben und ver­di­cken – und letzt­lich mit Schmerzsignalen.

 

Vor allem für chro­ni­sche Schmerz­zu­stän­de lie­fert die moder­ne Fas­zi­en­for­schung auf­schluss­rei­che Erklä­rungs­mo­del­le. Das Wis­sen dar­um ist aber nicht neu: schon „Tie­fe Bin­de­ge­we­be­ar­beit“, Osteo­pa­thie und Kör­per­the­ra­pien machen es sich zur Auf­ga­be, ver­klebt Fas­zi­en und Ver­span­nun­gen zu lösen und so den Kör­per wie­der in ein schmerz­frei­es Gleich­ge­wicht zu bringen.

 

In der phy­sio­the­ra­peu­ti­schen Fas­zi­en­the­ra­pie geschieht dies durch ver­schie­de­ne manu­el­le Tech­ni­ken, die mit­un­ter vor­über­ge­hend recht schmerz­haft sein kön­nen. Das posi­ti­ve Ergeb­nis ist mehr Bewe­gungs­frei­heit, Schmerz­lin­de­rung und ein kör­per­li­ches Wohlgefühl.

Myo­fas­zia­le Trig­ger­punkt­the­ra­pie bezeich­net eine von der ame­ri­ka­ni­schen Ärz­tin Janet G. Tra­vell (1901 – 1997) u.a. ent­wi­ckel­te Metho­de, schmerz­haf­te Kon­trak­ti­ons­punk­te in chro­nisch ver­kürz­ten Mus­keln und ihren bin­de­ge­we­bi­gen Antei­len (sog. myo­fas­zia­le Trig­ger­punk­te) zu loka­li­sie­ren und aufzulösen.

 

Dau­er­haft ver­spann­te und ver­kürz­te Mus­keln wer­den also durch einen anhal­ten­den manu­el­len Druck auf die gefun­de­nen Trig­ger­punk­te behan­delt. Das kann im Augen­blick recht schmerz­haft sein, die­se Punk­te kön­nen aber oft bereits in einer Sit­zung deut­lich gelöst wer­den. Der gesam­te Mus­kel, manch­mal gan­ze Mus­kel­ket­ten und das betrof­fe­ne Gelenk kön­nen plötz­lich schmerz­frei wer­den, Bewe­gun­gen wer­den wie­der möglich.

 

Anwen­dungs­ge­bie­te sind prin­zi­pi­ell alle Mus­keln mit ihrer Gelenk beein­flus­sen­den Wir­kung; ins­be­son­de­re bei Rücken-/ Wir­bel­säu­len­be­schwer­den, bei Schul­ter-/ Hüft­pro­ble­men und in der Kiefergelenkbehandlung.

Die Grund­la­ge des Medi­cal Tapings wur­de in den sieb­zi­ger Jah­ren in Japan und Korea gelegt. Die Metho­de wur­de unter dem Aspekt ent­wi­ckelt, dass Bewe­gung und Mus­kel­ak­ti­vi­tät einen hohen Stel­len­wert haben bei der Wie­der­erlan­gung bzw. Erhalt von Gesund­heit. Mus­keln sind in die­sem Sin­ne nicht nur für die Bewe­gung not­wen­dig, son­dern eben­so für den Blut- und den Lymph­kreis­lauf. Eine Stö­rung die­ses Kreis­lau­fes kann zu einer Rei­he von Erkran­kun­gen und Sym­pto­men führen.

Auf die­sem Grund­ge­dan­ken wur­den Tapes ent­wi­ckelt, wel­che die Mus­keln nach einer Ver­let­zung in Ihrer Funk­tio­na­li­tät unter­stüt­zen kön­nen, ohne die Bewe­gung ein­zu­schrän­ken. Sie muss­ten elas­tisch und beweg­lich sein, statt starr und rein stützend.

 

Durch ihre beson­de­re Anla­ge­tech­nik haben Medi­cal Tapes einen “lif­ten­den” Effekt auf die Haut, so kommt es zur Druck­ver­min­de­rung in dem ver­letz­ten Mus­kel­ge­we­be. Dadurch sol­len Schwel­lun­gen redu­ziert und die Schmerz­re­zep­to­ren in der Unter­haut ent­las­tet wer­den. Dann kön­nen Schmer­zen wesent­lich redu­ziert und der kör­per­ei­ge­ne Erho­lungs­pro­zess sofort akti­viert werden.

 

Die­se Metho­de fin­det ihren Ein­satz im klas­si­schen Bereich der Sport­ver­let­zun­gen, wie auch im All­ge­mei­nen bei Mus­kel­schmer­zen und ‑ver­span­nun­gen (im Hals-Nacken­be­reich, an Rücken und tie­fer Len­den­wir­bel­säu­le, bei Hüft­pro­ble­men, Ten­nis­el­len­bo­gen etc.). Dar­über hin­aus kann man durch das soge­nann­te Lym­ph­ta­ping die Wir­kung einer klas­si­schen Lymph­drai­na­ge­be­hand­lung über 24 Stun­den aufrechterhalten.

 

Das Aku-Taping bezieht zusätz­lich den Ver­lauf der Meri­dia­ne (TCM) mit ein, sodass auch ein ener­ge­ti­scher Effekt erzielt wer­den kann.