Selbstorganisatorische Hypnose™ (nach G. Renartz)

In dieser Praxis wird sehr erfolgreich die moderne, lösungsorientierte Selbstorganisatorische Hypnose™ (nach G. Renartz) durchgeführt. Es handelt sich dabei um ein hoch wirksames Therapieverfahren. Sie ist eine Weiter­ent­wicklung der klassischen Hypnose und Hypnotherapie nach M. Erickson und basiert auf modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Medizin, der Neuropsychologie u.a.

Die Selbstorganisatorischen Hypnose bildet den Rahmen für andere bewährte Konzepte: Die Systemische-, Psychodynamische-, Ego-state- und Gestalttherapie sowie Elemente der Verhaltenstherapie werden für diese Hypnotherapie mit genutzt.

Das Besondere an Selbstorganisatorischer Hypnose ist, dass der Klient/Patient seine guten Lösungen ausschließ­lich selbst findet, durch Intuition und mithilfe des eigenen Unbewusstens. Das bedeutet, dass sich der Therapeut inhaltlich nicht einmischt! Er begleitet eher wie ein guter Coach den Klienten/Patienten und ermöglicht es diesem, zu den Wurzeln seiner Probleme (Krankheitssymptome) zu gelangen.

Dadurch erfolgt nicht nur für den Betreffenden Heilung, sondern die Lösungen können auch von dem umgebenen System (wie Familie, Arbeitsplatz etc.) angenommen und akzeptiert werden. Das bedeutet, die Beziehungen zum Partner/zur Umwelt verbessern sich!

Durch den Ansatz der Selbstorganisation ist diese Hypnose-Methode äußerst effektiv und führt je nach Anwendungsgebiet in einem hohen Prozentsatz zu einer echten Heilung bzw. möglichst optimalen Lösung. Es handelt sich um eine Kurzzeittherapie.

Selbstorganisatorische Hypnose ist angezeigt bei:

  • Schmerzen, auch chronischen Schmerzen
  • Ängsten (z.B. Prüfungs- und Versagensangst; Flug-, Sozial-, Zahnarzt-Phobie)
  • Psychosomatischen und stressbedingten Symptomen (wie muskuläre Verspannungen, Reizdarm, Schwindel, Tinnitus, Schlafstörungen etc)
  • Burnout Syndrom
  • Konzentrations-, Motivations- und Entscheidungsschwierigkeiten
  • Störungen des Immunsystems (Psychoimmunologie)
  • Zur Unterstützung bei chronischen Erkrankungen
  • In Psychologischer Beratung & Gesundheitscoaching

Häufig gestellte Fragen zur Selbstorganisatorischen Hypnose:

Was ist eigentlich Hypnose?

Hier geht es um eine Form der medizinisch-therapeutischen Hypnose.

Der Begriff Hypnose ist gefühlsmäßig ganz unterschiedlich besetzt. Ihm haftet manchmal etwas Mysteriöses, Unbekanntes oder Unglaubwürdiges an. Viele Menschen glauben, dass Hypnose eine Form der Fremdbeeinflussung sei. Dieser Eindruck wird gefördert durch sensationsheischende Vorführungen auf der Bühne und in den Medien.

Diese Art von Hypnose ist hier nicht gemeint. Hypnose ist eigentlich eine Form bzw. ein Prozess der Entspannung und eine von vielen Techniken, mit denen Trance erzeugt werden kann. Viele erleben den Zustand als ein tiefes inneres Wohlgefühl, in dem gleichzeitig eine erhöhte innere Konzentration stattfindet. In der medizinisch-psychologischen Anwendung von Hypnose geht es also im Wesentlichen um die Stärkung der Innenwahrnehmung, des Bauchgefühls, der Intuition, des Unbewussten. Demgegenüber herrscht im Alltagsbe-wusstsein eher das rationale, kritische, logische Denken vor und hemmt dabei mitunter die eigene Intuition. Gute Lösungen gibt es aber immer dann, wenn „Kopf und Bauch“, Fühlen und Denken in Übereinstimmung sind. Man könnte sagen, in Hypnose wird dazu die „Tür zum Unterbewusstsein“ geöffnet.

Ist jeder Mensch hypnotisierbar?

Ja! Hypnose ist ein seit Anbeginn der Zeiten allen Menschen innewohnendes natürliches Phänomen.

Jeder, der Tagträume kennt oder ein vertieftes Arbeiten, bei dem man „alles um sich herum vergisst“, kennt den Hypnosezustand. Es geht also darum, die eigene Aufmerksamkeit nach innen zu richtet und dabei hochkonzentriert zu sein.

Hypnoseverfahren zählen zu den ältesten Heilmethoden, die ersten historischen Belege für Hypnose sind ca. 7.000 Jahre alt. Bis zum 18. Jahrhundert fand Hypnose ausschließlich im religiösen Rahmen statt. Seitdem ist sie in der Medizin integriert und hat mit Milton Erickson im letzten Jahrhundert eine sehr starke Verbreitung weltweit gefunden.

Selbstorganisatorische Hypnose ist eine konsequente Weiterentwicklung mit extrem hoher Effektivität. Heute nimmt Hypnose einen immer wichtigeren Platz in der Medizin, der Psychotherapie sowie im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung und des Erfolgsmanagements ein.

Verliert man in Hypnose die Kontrolle?

Nein! Erstens ist Hypnose oder Trance ein Zustand, den wir im Alltag oft ganz von selbst erleben.

Etwa beim Autofahren oder Dauerlaufen, wenn alles wie von allein geschieht und die Ge-danken ins Fließen geraten. Irgendwann können Sie sich an die zurückgelegte Wegstrecke nur noch unvollständig bewusst erinnern – obwohl Sie diese völlig sicher zurückgelegt haben. Sie sind einfach mit ihren Gedanken an einen „anderen Ort“. Dieses Phänomen nennen wir Dissoziation. In jeder Hypnose findet eine Dissoziation von Körper und Geist statt, die jeder Mensch ganz von selbst wieder beenden kann. Niemand braucht sich darum Sorgen zu machen, in diesem Zustand zu bleiben. Wir selbst haben zu jedem Zeitpunkt die volle Kontrolle über den Verlauf der Hypnose und können sie jederzeit willentlich beenden.

Außerdem nimmt unser Unbewusstes während der Hypnose nur solche Erkenntnisse an, die zu unserem tiefsten inneren Wohl sind. Ziel ist es immer, eine ökosystemische Lösung zu erreichen, mit denen nicht nur der Patient/Klient, sondern auch seine Familie bzw. seine Umwelt gut leben können - denn nur solche Lösungen sind auf Dauer stabil.

Hypnose gegen den eigenen Willen gibt es also nicht. Im Gegensatz zur Showhypnose auf der Bühne, ist bei der therapeutischen Hypnose eine 100%ige Kooperation zwischen Therapeut, Klient und dessen Unbewusstem notwendig. Deshalb wird in mittleren Trancetiefen (sog. Arbeitstrance) gearbeitet. Und es erhält nur derjenige eine Hypnotherapie, der es wirklich möchte.

Wie ist es mit der Kontrolle über ungewollte Impulse aus dem Unbewussten, werden nicht eventuell schreckliche Dinge in das Bewusstsein gehoben?

Die Vorstellung, dass im Unbewussten nur Verdrängtes und Problematisches abgelegt und mehr oder weniger gut unter Verschluss gehalten wird, ist nicht mehr aktuell. Das Unbewusste enthält nicht nur problematische Anteile, sondern vor allem alle Ressourcen, Problemlösemöglichkeiten, Kreativität und viele andere positive Strebungen. Dies wurde durch neuere Ergebnisse der Hirnforschung bestätigt.

Problematisches, sowie Symptome werden nicht als feindlich angesehen und abgelehnt, sondern vielmehr als Wegweiser, als gutgemeinte Botschaften des Unbewussten gedeutet, die ideal als Kraft für die Lösungen genutzt werden können!

Da das Unbewusste die Symptome erzeugt, weiß es auch ganz genau, was geschehen muss, damit die Symptome wieder verschwinden dürfen. In einzelnen Lösungsschritten wird dieses Wissen dann umgesetzt, und wenn das geschehen ist, kann das Unbewusste die Symptome aufgeben, ohne Rückfall und ohne dass ein neues Symptom auftaucht, was das alte ersetzt. Dies ist die grundlegende Idee der Selbstorganisatorischen Hypnose.

Selbstorganisatorische Hypnose arbeitet außerdem nicht mit Re-Traumatisierungen! Wir können zwar geschützt Kontakt aufnehmen mit Problemteilen, der Fokus wird dann aber bald auf das innere Wissen zur Lösung und Selbstheilung gelegt.

 

Körperlich ist Hypnose ein tiefer Entspannungszustand – also wohltuend und regenerierend, mit Gefühlen von Erleichterung und Zuversicht verbunden. Dieser Zustand ist nicht nur ungefährlich sondern auch sehr angenehm.

Kann ich mich nach der Hypnose an das Geschehen erinnern?

Ja - und das ist erwünscht! Unser therapeutisches Ziel ist es ja, das Unbewusste und das bewusste Denken wieder in Einklang, zu bringen. Wollen und Sollen, Bedürfnisse und Verstand sollen nicht länger gegeneinander arbeiten. Dann können innere Konflikte, Traumatisierungen und Überforderungen aufgelöst werden. So kann Heilung, erfolgreiche Selbstentwicklung, Zufriedenheit und innere Leichtigkeit (wieder) erreicht werden.

Warum ist Selbstorganisatorische Hypnose so erfolgreich?

Häufig wird der Begriff „Hypnose“ so verwendet, als wären alle Arten von Therapie, die in Hypnose stattfinden, gleich. Das ist so ähnlich, als würde man den Begriff Narkose verwenden, um alle Arten von Operationen zu beschreiben, die dann in diesem bewusstlosen Zustand stattfinden. Tatsächlich ist es so, dass bei der „klassischen“ Hypnose und bei der Selbstorganisatorischen Hypnose unterschiedlich gearbeitet wird.

In der bekannteren Klassischen Hypnose geht es – sehr vereinfacht gesagt – darum, den Patienten zunächst mit verschiedenen Methoden der Tranceeinleitung in einen möglichst tiefen Trancezustand zu bringen, um das Wachbewusstsein zu umgehen. Es ist ja wissenschaftlich nachgewiesen, dass im Trancezustand bestimmte Kontrollfunktionen des Bewusstseins abgeschwächt sind und die Bereitschaft, Neues zuzulassen, höher ist. Ist dieser tiefe Trancezustand erreicht, beginnt der Therapeut mit „Suggestionen“, es werden also dem Unbewussten des Patienten solche Lösungsideen oder Gedanken sehr nachdrücklich angeboten, die krank machende Vorstellungen des Patienten ersetzen sollen. Diese Lösungsansätze entwickelt allerdings der Therapeut.

Die moderne lösungsorientierte Selbstorganisatorische Hypnose arbeitet hier ganz anders.

Es wird nicht etwas, von dem der Therapeut glaubt, es sei gut für den Klienten diesem suggeriert, sondern selbstorganisatorisch arbeitende Hypnotherapeuten halten sich inhaltlich völlig zurück und begleiten durch kluge Fragestellung und Wegweisung ihren Klienten so, dass er selbst die Quellen und Lösungen seiner Probleme findet.

Sie bietet ganz neue, in Hypnose stattfindende Therapieverfahren, die genau die individuellen Ursachen der Probleme zu erreichen in der Lage sind. Es geht um die systematische Aktivierung der individuellen Selbstheilungskräfte. Dabei wird der Verstand, das Bewusstsein gerade nicht umgangen, sondern integriert!

Das ist das Besondere an der Selbstorganisatorischen Hypnose.

Wie schnell wirkt Hypnose?

Die Frage, wie schnell mit einer Wirkung von Hypnotherapie zu rechnen ist, bewegt viele Patienten/Klienten - wie bei jeder anderen Therapie auch. Das Problem soll so schnell wie möglich gelöst werden, das ist verständlich. Natürlich kann kein Arzt oder Therapeut vorhersehen, wie schnell Hypnose im individuellen Fall wirkt. Grundsätzlich lässt sich aber sagen: „Die gute Wirksamkeit von Hypnosetherapie ist in über 200 empirischen Studien nachgewiesen worden (Deutsches Ärzteblatt PP 3, März 2004, S. 125).

Und gerade die moderne Selbstorganisatorische-Hypnose ist ein besonders schnelles und höchst effektives Verfahren, das oftmals in unglaublich kurzer Zeit bemerkenswerte Veränderungen bewirkt. Sie gilt als Kurzzeittherapie, häufig sind für eine Hypnotherapie nur 5-10 Stunden notwendig, die anfangs wöchentlich, später in ca. 14-tägigem Abstand statt-finden können. Doch positive Veränderungen lassen sich schon nach der ersten Sitzung spüren!

Zahlt meine Krankenkasse die Therapie?

Selbstorganisatorische Hypnose als wirksame Psychotherapie in dieser Form ist nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten. Man muss dann selbst die Kosten übernehmen. Einige Privatkassen übernehmen die Kosten, allerdings wird empfohlen, sich vorher bei seiner privaten Krankenkasse zu erkundigen. Das Gleiche gilt für beihilfeberechtigte Personen.

Kann jeder eine Hypnotherapie machen?

Es gibt einige Kontraindikationen, wie z.B. eine akute Psychosen, aktueller Drogenkonsum etc. Der behandelnde Arzt kann da am besten beraten.

Und ein wichtiges Prinzip dieser Praxis ist es, nur diejenigen Klienten/Patienten mit Hypno­therapie zu begleiten, die es wirklich wünschen und die ein ernstes Interesse an Gesundung bzw. Problemlösung haben.

[vgl. www.renartz.de. Zentrum für Angewandte Hypnose, www.aerztliche-hypnose-frankfurt.de und  www.spiegel.de/sptv/reportage/0,1518,763977,00.]